Tiefenbohrung
Tiefenbohrung und Erdwärme
Dabei handelt es sich um eine geologische Bohrung, durch die man an tiefer gelegene Bodenschichten herankommt. Sie wird meist durchgeführt, um an tief gelegene Salze, Erdöl- oder Erdgaslagerstätten zu kommen.
Neuerdings wird diese Methode allerdings auch sehr oft eingesetzt, um ein Haus mit Erdwärme beheizen zu können. Diese Tiefenbohrung ist sehr effektiv, da man kaltes Wasser in die unteren Erdschichten laufen lassen kann und aufgrund der Erdwärme warmes Wasser wieder nach oben pumpt. Eine Erdwärme-Tiefenbohrung besteht aus einem oder mehreren Löchern, die mit einem speziellen Bohrer angefertigt werden. Hierbei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass genügend Platz für diesen Bohrer auf der Baustelle ist. Mindestens fünf Meter sollte man einrechnen, meist sollte die Zufahrt nicht schmaler als zwei Meter sein. Wenn nur ein Loch gebohrt worden ist, so wird die Flüssigkeit durch ein Stahlrohr nach unten gelassen und im gleichen Schacht in einem Kunststoffrohr wieder nach oben gepumpt. Diese Methode gilt jedoch als nicht so effektiv, da die Flüssigkeit nicht direkt mit dem heißen Gestein in Berührung kommt. Allerdings ist diese Alternative preiswerter, da nur ein Schacht gebohrt werden muss.
Die teurere Alternative, dafür effektiver Tiefenbohrung, kommt mit zwei Löchern aus. Hier wird in einen Schacht das kalte Wasser eingelassen, es erwärmt sich sehr schnell, da es direkt mit dem heißen Gestein in der Erde in Berührung kommt, und wird anschließend im zweiten Schacht nach oben geführt. Um die Effektivität zu steigern, wird versucht, das Wasser mit viel Kraft nach unten zu pumpen, damit die Steine reißen und die Auftrittsfläche sich somit vergrößert. Wer auf eine Erdwärmeheizung setzt, der sollte sich im Klaren sei, dass dies auf den ersten Blick nicht ganz preiswert scheint, sich jedoch nach einigen Jahren rentiert, da man etwa zwei Drittel der Energiekosten spart, da eine solche Erdwärmeheizung eine lange Lebensdauer hat und Verschleißteile wie die Pumpe preiswert zu ersetzen sind.
Lassen Sie sich am Besten von einem Fachmann beraten. Er informiert Sie über notwendige behördliche Genehmigungen und untersucht ihren Baugrund auf Tauglichkeit für eine Erdwärme-Tiefbohrung.
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