Steinmetz
Das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
Eines der ältesten Handwerksberufe ist das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Steinerne Bauwerke und unzählige Naturstein-Monumente zeugen von der Vielfalt dieses Handwerks. Die Ehrung von Toten in Form von Grabsteinen und Monumenten, aber auch der vielfältige Einsatz im Bauwesen findet sich in vielen Bereichen unserer Umgebung wieder. Heutzutage ist der Neubau unter Einsatz von Naturstein und auch die Restaurierung und Bewahrung alter Bausubstanz eines der Haupttätigkeitsfelder.
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Der traditionelle Steinmetz, oft in der Nähe von Friedhöfen angesiedelt und meist als Familienbetrieb tätig, übernimmt die Herstellung und Änderung von Grabsteinen, stellt Fensterbänke aus Naturstein her und vieles anderes. Spezialisierte Betriebe beschäftigen sich mit Natursteintreppen oder Fußböden sowie Natursteinfassaden. Ebenso sind viele Betriebe auf Denkmalpflege spezialisiert. Insgesamt gliedern sich die Tätigkeitsfelder in Bau, Grabmal, Denkmalpflege und Gestaltung.
Bei der Bau- und Landschaftsgestaltung steht das Herstellen und Bearbeiten von Werksteinen im Vordergrund. Die Planung und Ausführung der Arbeiten obliegt auch ihm. Haupttätigkeiten sind das Bekleiden, Verlegen, Ansetzen und Versetzen von künstlichen und natürlichen Werkstoffen oder Verbundstoffen. Reinigungs- und Pflegearbeiten werden auch ausgeführt.
In der Restaurierung und Denkmalspflege ist er auf Grund seines Wissens in der Lage gefährdete und beschädigte Naturwerksteinsubstanz zu analysieren und auszubessern. Dies kann durch Konservierung, Reinigung, Rekonstruktion und Restaurierung erfolgen.
Gedenkzeichen und Grabmale werden entworfen und hergestellt. Auch das Aufstellen und die Pflege der angefertigten Materialien gehört zum Aufgabenfeld.
Bildhauerarbeiten werden aufwendig gefertigt und die Entwürfe sind oftmals künstlerische Arbeiten die nach Kundenwunsch ausgeführt werden. Ein umfangreiches Gebiet ist die Gestaltung von Schriften und Ornamenten.
Schon in der Antike wurden Natursteine mit Werkzeugen bearbeitet. Viele Baudenkmäler zeugen noch von dieser Epoche. Nach Germanien brachten Römische Soldaten die Steinbaukunst. Klöster sind Zeitzeugen dieser Entwicklung. In der Epoche der Gotik sind Bauwerke mit sehr hohen technischen Anforderungen entstanden und dies hat sich dann über die Renaissance und den Barock sowie Rokoko fortgesetzt. Im Zuge der Industrialisierung kam er immer mehr im Industriebau, Wohnungsbau und bei öffentlichen Gebäuden zum Einsatz. Bahnhöfe und wunderschöne Gründerzeit-Wohnhäuser sind nur einige Beispiele davon.
Gedenktafeln und Grabsteine werden mittlerweile je nach Kundenwunsch individuell hergestellt, oder auch die Schriften und Ornamente in industriell hergestellte Natursteine eingearbeitet. Die gestalterische Hand und die kunsthandwerklichen Fähigkeiten sind dabei von sehr großer Bedeutung. Schriften werden von Hand auf die Steine übertragen und dann mit Druckluftwerkzeugen und entsprechenden Meißeln ausgearbeitet. Auch das Auflegen von Blattgold oder die Farbgebung der Schrift gehört zum Aufgabenbereich. Heutzutage hat aber auch in diesen Bereichen die Computertechnik schon Einzug gehalten und vereinfacht manche Arbeitsgänge.
Jeder gute Betrieb verfügt über ausreichend Referenzobjekte, so dass es nicht schwer ist sich ein Bild über die Qualität der geleisteten Arbeiten zu machen.
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