Fassade
Fassade - die Haut des Hauses
Die Fassade eines Gebäudes ist die repräsentative, meist mit dekorativen Elementen gestaltet Außenhülle eines Gebäudes. Das Wort kommt aus dem Lateinischen „facies“ und bedeutet soviel wie „Angesicht“.
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Der Begriff wird vorwiegend in der Architektur benutzt und beschreibt hier die repräsentative Ansicht des Gebäudes, die meist zu einem Platz oder zu einer Strasse hin zeigt. Heute wird der Begriff auch für nicht so aufwendig gestaltete Häuserwände benutzt und ist mittlerweile zu einem Synonym für die äußere Hülle von Gebäuden geworden, denn es werden kaum noch repräsentative Fassaden errichtet, sondern meist bekommt ein Gebäude eine einheitliche umfassenden Außenhülle, die so bezeichnet wird. Da es heute auch keinen einheitlichen Baustil mehr gibt, der einem bestimmten Trend folgt existieren mehrere Fassadenstile nebeneinander, so dass sich der Bauherr hier einen bestimmten, zu seinem Geschmack und die finanziellen Mittel passende heraus suchen kann.
In der Fassadenarchitektur kann erst einmal zwischen der Loch-Fassade und der Lamellen-Fassade unterschieden werden. Als Loch-Fassade wird eine Wand, in der nur die Löcher für Türen und Fenster enthalten sind und sonst eine massive Bauweise vorherrscht, bezeichnet. Eine Loch-Fassade kann einfach verputzt worden sein oder Verzierungen aus Verblendsystemen, Klinkern, Vormauerziegeln, Kalksandstein oder Holz besitzen, teilweise kommt es sogar zu einer Vermischung von verschiedenen Elementen, damit die sie lebhafter wirkt. Dagegen ist eine Lamellen-Fassade durch Lamellen, die zum Sonneschutz oder zur Belüftung des Gebäudes dienen, gekennzeichnet. In der neueren Zeit wird, vor allem bei Bürokomplexen, auch immer häufiger auf eine Glasfassade zurückgegriffen, da diese den Bewohnern sehr viel Tageslicht bieten und eine einfache aber repräsentative Ansicht besitzen.
Doch nicht nur die Wahl der Materialen sind wichtig, sondern auch die Konstruktion, für die es mittlerweile auch verschiedene Möglichkeiten gibt. Am häufigsten wird vor allem die Doppelfassade genutzt. Hier werden zwei Ebenen mit einem belüfteten Zwischenraum errichtet. Diese Art der Konstruktion wird häufig bei Hochhäusern eingesetzt und ist besonders klimafreundlich. Ähnlich ist die hinterlüftetet Fassade, hier dient die erste Wand zum Schutz vor Schlagregen und wird durch eine Luftschicht von einer dahinter liegenden getrennt, die das Gebäude dämmt. Eine weitere Energiesparende Fassadenarchitektur ist die Wärmedämmverbundfassade (WDV). Hier wird eine Dämmung auf die Außenwand aufgetragen, diese mit einer Armierungsschicht versehen und zum Schluss verputzt, eventuell kann die Wand dann noch gestrichen werden, um so eine individuellen Eindruck zu erhalten. Auch bei der Entscheidung für eine Glasfassade gibt es verschiedene Arten der Konstruktion. Am bekanntesten ist die Pfosten-Riegel-Fassade, bei der die Glasscheiden zwischen den Pfosten und Riegeln eingelassen werden und so eine strukturierte Glassfassade entsteht. Ganz anders bei der Structural Glazing-Fassade, denn hier scheint es, als ob die ganze Wand nur aus Glas besteht, da die einzelnen Glasscheiben Klemmprofile oder Klebstoff zusammengehalten werden.
Aber egal für was für eine Fassadenkonstruktion Sie sich entscheiden werden, alle haben ihre Vor- und Nachteile und deshalb sollten Sie bei der Wahl nach Ihren Wünschen und Geschmack gehen.
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